
Was sollen Besucher in einer interaktiven Ausstellung tun können: eine Wand berühren, mit Schritten Effekte erzeugen oder über mehrere Bildschirme hinweg zusammenarbeiten?
Im französischen Futuroscope lädt die mit Moment Factory entwickelte La Serre des Mondes dazu ein, eine fantastische Pflanzenwelt durch Gehen und Berühren zu beleben. Für Ausstellungsgestalter ist dies ein sinnvoller Ausgangspunkt: zuerst die Beteiligung der Besucher definieren, dann die Interaktionstechnik wählen.
Futuroscope dient hier als externes Branchenbeispiel, nicht als EASITECH Installation. Siehe die offizielle Projektvorstellung.
AV-Integratoren müssen praktische Fragen beantworten, um ein Erlebniskonzept umzusetzen: Wie viele Berührungen sind gleichzeitig zu erfassen? Welche Flächen sollen reagieren? Wie kommuniziert die Touchhardware mit der Inhaltssoftware?
Dieser Leitfaden stellt EASITECHs Gloview LICT Lasertouch-Spezifikationen und Auswahlkriterien für große interaktive Displays vor.
Gloview LICT Lasertouch-System: technische Daten
Gloview LICT kombiniert eine Lasersendeeinheit mit einer Sensorkamera. Die folgenden Daten dienen als Grundlage für Hardwareauswahl und Integrationsplanung.
- Gleichzeitige Touchkapazität: insgesamt 30 Touchpunkte im gesamten System, unabhängig von der Anzahl verbundener Bildschirme.
- Mehrbildschirmbetrieb: bis zu sechs verbundene Bildschirme teilen die insgesamt 30 Touchpunkte.
- Touchlatenz: unter 30 ms, ohne Verarbeitung durch die Spielsoftware und Reaktionszeit des Displays.
- Positioniergenauigkeit: maximal 5 mm Fehler bei der F-Serie unter idealen Bedingungen.
- Unterstützte Flächen: Wände, Böden, LED- und LCD-Displays, gekrümmte Flächen, runde und unregelmäßige Bildschirme, Glas und Tischmodelle.
- Softwareschnittstellen: HID, Mausprotokoll und TUIO.
- Kalibrierung: automatisch, manuell und an vier Punkten.
- Störungsmanagement: statische und dynamische Maskierung sowie Ausschluss von Reflexionspunkten.
- Sensorkameraoptik: sechs Objektive mit Projektionsverhältnissen von 0,15 bis 1,36. Diese Angaben betreffen die Touch-Sensorkamera, nicht den Projektor.
- Kamera-Computer-Übertragung: bis zu 100 Meter über Netzwerkkabel oder Glasfaser.
Gloview LICT Mehrbenutzer-Touch in Aktion
Unsere Mehrbenutzer-Demonstration zeigt Gloview LICT mit mehreren Teilnehmern.
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Planen Sie bei vergleichbaren Installationen die Teilnehmerzahl anhand der Software, des verfügbaren Platzes und der erforderlichen Toucheingaben je Aktivität.
Mit dem Interaktionsdesign beginnen
An einer Wand wählen Besucher möglicherweise Objekte aus, zeichnen Linien oder bewegen digitale Elemente. Eine Bodeninstallation reagiert auf Schritte. Mehrere Bildschirme können getrennte Aktivitätsbereiche bilden.
Beschreiben Sie diese Aktionen vor der Hardwareauswahl. So kann das Integrationsteam Erfassungsfläche, Touchkapazität und Softwareeingabe bestimmen.
Bei Bewegung im Raum ist zu klären, ob die Software Touchkoordinaten auf einer Fläche, die räumliche Besucherposition oder Körperbewegungsdaten benötigt. Die Touchpunktzahl allein beschreibt weder Ganzkörper- noch dreidimensionales Tracking.
Touchpunkte und Teilnehmerzahl gemeinsam planen
Touchpunkte und Teilnehmer sind unterschiedliche Größen.
Ein Besucher mit zwei Fingern belegt zwei gleichzeitige Touchpunkte. Gruppenaktivitäten benötigen eventuell eine Eingabe pro Person, mehrere pro Person oder nacheinander ausgeführte Aktionen.
Gloview LICT unterstützt insgesamt 30 gleichzeitige Touchpunkte. Sechs verbundene Bildschirme erhöhen diese Kapazität nicht auf 180.
Definieren Sie für die Ausstellung:
- Die erwartete Anzahl gleichzeitig interagierender Besucher.
- Die gleichzeitigen Eingaben pro Aktivität.
- Ob Besucher eine zusammenhängende Fläche oder getrennte Bildschirme nutzen.
- Ob die Inhaltssoftware die benötigten gleichzeitigen Eingaben verarbeitet.
Diese Angaben helfen, Gloview LICT Touchhardware auf das geplante Erlebnis abzustimmen.
Latenz und Positioniergenauigkeit verstehen
Gloview LICT hat eine spezifizierte Touchlatenz unter 30 ms. Die Verarbeitung einer Eingabe durch das Spiel und die Anzeige des resultierenden Bildes sind darin nicht enthalten.
Die wahrgenommene Reaktion hängt daher von Computer, Inhaltssoftware und Anzeigehardware zusammen ab. Bewerten Sie die Interaktion mit der tatsächlich vorgesehenen Software und Bildausgabe.
Die F-Serie erreicht unter idealen Bedingungen maximal 5 mm Positionierfehler. Berücksichtigen Sie bei Schaltflächen, Zeichenaktivitäten und präzisen Interaktionen auch Elementgröße und Installationsbedingungen.
Hardware an die Oberfläche anpassen
Gloview LICT unterstützt Touch auf Wänden, Böden, LED-/LCD-Displays, Glas, gekrümmten und runden Flächen, unregelmäßigen Bildschirmen und Tischmodellen.
Größe und Geometrie sind für Objektivwahl und Montageplanung wichtig. Eine ebene Wand, ein gekrümmtes Display und ein dreidimensionales Modell erfordern unterschiedliche Anordnungen.
Die Sensorkamera bietet sechs Objektive mit Projektionsverhältnissen von 0,15 bis 1,36. Das sind Touchsensor-Daten; die Projektorwahl bleibt ein eigener Teil der visuellen Planung.
Geben Sie für die Konfiguration Breite, Höhe, Form, vorgesehene Interaktionsfläche und mögliche Montageorte an.
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Sensor, Software und Anzeige verbinden
Eine vollständige Installation benötigt sowohl eine Toucheingabe- als auch eine Bildausgabeverbindung.
Die Sensorkamera wird über Netzwerkkabel oder Glasfaser in bis zu 100 Metern Entfernung mit dem Computer verbunden. Diese Angabe betrifft die Kamera-Computer-Verbindung.
Touchdaten werden je nach Integration über HID, Mausprotokoll oder TUIO übertragen. Prüfen Sie die unterstützte Schnittstelle und Verarbeitung gleichzeitiger Eingaben. Eine mausbasierte Anwendung unterstützt nicht automatisch alle 30 Touchpunkte.
Der Computer führt die Inhaltssoftware aus und sendet das Bild über die ausgewählte Displayverbindung an Projektor, LED- oder LCD-Anzeige.
Besprechen Sie die Eingabeschnittstelle frühzeitig mit dem Entwickler, besonders bei individuellen Inhalten oder mehreren kombinierten Interaktionsflächen.
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Interaktionsfläche kalibrieren und prüfen
Gloview LICT bietet automatische, manuelle und Vierpunktkalibrierung. Sie richtet erkannte Eingaben an den vorgesehenen Positionen im dargestellten Inhalt aus.
Statische und dynamische Maskierung sowie Reflexionspunktausschluss unterstützen das Störungsmanagement bei der Einrichtung.
Prüfen Sie bei der Inbetriebnahme mit den vorgesehenen Inhalten und Lichtbedingungen insbesondere:
- Touchausrichtung in der Mitte und an den Rändern.
- Reaktion bei mehreren gleichzeitigen Nutzern.
- Verhalten an Bildschirmgrenzen verbundener Anzeigen.
- Betrieb nahe reflektierenden Flächen und ausgeschlossenen Bereichen.
So bewertet das Integrationsteam das Gesamterlebnis unter tatsächlichen Betriebsbedingungen.
Häufig gestellte Fragen
Bedeuten 30 Touchpunkte stets 30 gleichzeitige Spieler?
Gloview LICT unterstützt 30 gleichzeitige Punkte. Die Teilnehmerzahl hängt von Eingaben je Person, Mehrspielerdesign und verfügbarer Fläche ab.
Hat jeder verbundene Bildschirm 30 Touchpunkte?
Nein. Das gesamte Gloview LICT System teilt 30 gleichzeitige Punkte, ob mit einem oder bis zu sechs Bildschirmen.
Sind Spiel und Display in den unter 30 ms enthalten?
Nein. Spielverarbeitung und Displayreaktion sind ausgenommen. Prüfen Sie das Gesamterlebnis mit dem vorgesehenen Computer, der Software und dem Display.
Funktioniert Gloview LICT mit LED und LCD?
Ja. Unterstützt werden LED/LCD, Projektionswände, Böden, Glas, gekrümmte Flächen, runde und unregelmäßige Anzeigen sowie Tischmodelle. Teilen Sie Maße und Anordnung mit, um die passende Konfiguration auszuwählen.
Wie weit darf die Sensorkamera vom Computer entfernt sein?
Bis zu 100 Meter über Netzwerkkabel oder Glasfaser. Leitungswege und erforderliche Verbindungstechnik gehören in die Installationsplanung.
Besprechen Sie Ihren Gloview LICT Touchhardwarebedarf mit EASITECH
Planen Sie eine große interaktive Wand, einen Boden oder mehrere Bildschirme?
Senden Sie EASITECH einen Plan oder ein Standortfoto, Flächenmaße, Bildschirmzahl und eine kurze Beschreibung der Interaktion. Bei bereits ausgewählter Software nennen Sie deren Eingabeschnittstellen.
Als Hersteller von Gloview LICT Lasertouch-Hardware helfen wir bei Objektivwahl, Prüfung der Touchkonfiguration und Softwareanbindung Ihres Integrationsprojekts.
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